Mittwoch, 09.10.2002

Heute will ich mir die Haare schneiden lassen. Dieter hat das schon gemacht und war begeistert, sowohl vom Preis als auch von der Leistung. Es ist kaum zu glauben, wie günstig hier die Dinge des täglichen Lebens sind. Nach einer Weile finden wir einen Damenfrisörsalon, in dem wir uns mit englisch verständigen können. Für Waschen, Schneiden und Fönen werden lediglich 3 Euro verlangt. Ich suche mir einen Schnitt aus und schau, was passiert. Schnipp schnapp verschwindet ein Teil meiner Haare und nach dem Fönen bin ich begeistert, wie gut das aussieht.

Dann geht’s zurück zum Pool. Auch heute gibt’s wieder interessante Gespräche zu führen und natürlich schwimme ich auch wieder. Zwischenzeitlich schaffe ich viele Bahnen, eine ganze Stunde bleibe ich im Wasser, bis ich mich dann für die Dialyse fertig machen muss.

Donnerstag, 10.10.2002, Jeep-Safari

Heute geht es früh los, bereits um 08:00 Uhr wartet der Bus auf uns. Wir fahren wieder Richtung Kemer, jedoch am Ort vorbei bis zu einer Tankstelle, wo schon 5 Jeeps für uns bereit stehen. Hier müssen sich die Teilnehmer gleich entscheiden, wer als erstes fährt. Je nach Wunsch wird dann später gewechselt. Auch ich wäre gerne gefahren, doch leider bin ich zu klein, um an die Pedale zu kommen.

Die Fahrt beginnt und nach einigen Metern fester Straße biegen wir rechts ab, direkt rein ins Taurusgebirge. Die Straßen sind überwiegend extrem holprige Steinwege mit Schlaglöchern, wie es sich gehört. Die Jeeps und die Insassen hopsen hin und her.

Erste Station ist ein Aussichtspunkt an einem Fluss. Hier erklärt uns unser Safarileiter, wie der Tag geplant ist. Auch hier zeigen sich die Türken wieder kreativ. Direkt auf dem Fluss sind kleine Stege gebaut. Tische und Stühle laden zum Verweilen ein und einen Kiosk gibt es natürlich auch.

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Die Jeepsafari mit Minipanne
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Ein Brettersteg zum Verweilen ...

Immer wieder halten wir an verschiedenen Aussichtspunkten, bei alten griechischen Ruinen oder an einem 1.400 m hoch gelegenen Dorf. Hier leben und arbeiten die Bewohner nur im Sommer, im Winter ziehen sie in die Stadt. Die Kinder aus den Dörfern werden im Taurusgebirge im Sommer mit dem Bus zur Schule abgeholt. Dies ist ein kostenloser staatlicher Service. Die Bücher müssen jedoch von den Eltern bezahlt werden. Wir bekommen wieder Tee und Fladenbrot serviert.

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... beim Rauschen des Wildbaches
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griechische Ruinen überall

Zu Mittag sind wir in einem wunderschönen Fischrestaurant im Gebirge, eine richtige Oase. Die Bachforellen kommen hier frisch aus dem Wasser. Das Essen ist super lecker. Gut gestärkt geht’s weiter auf der Schütteltour. Natürlich gibt es dann auch noch eine kleine Autopanne, die aber vom mitfahrenden Autotechniker behoben werden kann.

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Silke geniesst in der Safaripause das ruhige Sitzen.
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Gunnar bestaunt die türkische Flora.

Eine Pause gibt es noch bei einem fliegenden Händler, der Honig zum Kauf anbietet. Dann geht’s endgültig heim. So langsam sind wir auch dermaßen durchgeschüttelt, dass wir uns nun auf das Ende der Fahrt freuen. Außerdem wird es jetzt auch recht kühl in den Bergen.

Mit dem Bus geht’s zurück ins Hotel, wo eine Dusche dringend nötig ist.

Hier treffen wir auf Christine und Susanne, die diese Fahrt nicht mitgemacht haben. Christine geht’s nicht gut, sie hat sich einen Infekt einfangen.